Wollmilchsau Licht

"Enlighten me" - Masterplan

Für mein Poison Meskalin Titan Randonneur wollte ich eine Ablösung der bestehenden Lichtanlage haben mit:

==> "Wollmilchsau" weil ich alles zusammen haben wollte und es sauhell sein sollte.

Als Scheinwerfer kam dieses mal (nur) der 2021 neu erhältliche Edelux DC 170 in Frage.
Der hat nicht nur eine phänomenale gleichmässig gute und helle Ausleuchtung, sondern lässt sich sowohl mit Akkustrom als auch mit (gleichgerichtetem) Dynamostrom betreiben!
Letzteres dann zwar nur mit deutlich reduzierter Helligkeit, aber immer noch heller als 90% aller anderen Scheinwerfer.

Somit erspare ich mir einen extra Akku-Scheinwerfer, den ich bisher zusätzlich montiert hatte.
Also statt zwei reicht jetzt ein Scheinwerfer.

"Eierlegend" ist meine Wollmilchsau allerdings nicht, weil Fernlicht mit Lichthupenfunktion vorne fehlt, das mit dem Edelux DC 170 leider nicht realisierbar ist.
Als Lichthupen-Ersatz dient mir da meine
Country+Western Helmlampe.

Der zuerst evaluierte Busch+Müller IQ-X E erwies sich im Dynamo Notbetrieb als unbrauchbar:
bis 20 km/h bleibt er ziemlich dunkel und drüber flackert er mit ca 1 Hz. Nur im Akkubetrieb ist er gut.

Eventuell würde es mit dem Busch+Müller IQ-X XL funktionieren, aber der kostet 300 Euro und das war mir für ein womöglich scheiterndes Experiment doch etwas zu viel 😕

Fürs Rücklicht habe ich auf die bewährten OSRAM Oslon SSL mit Gaggione Optik zurückgegriffen, 2 in Reihe.
Die Schaltung ist etwas aufwändiger, weil ich dieses mal die Helligkeitsstufen nicht mit Vorwiderständen sondern mit Konstantstromregler realisiert habe:

Den Akkupack habe ich selber aufgebaut aus 3 Samsung INR21700 Li Zellen mit 5 Ah und einer Li Schutzschaltung

Der Vorteil dieser Lösung ist nun, dass ich gleichbleibendes Licht habe, unabhängig von Fahrgeschwindigkeit und Akkuspannung.

Zusammen mit Digital-Voltmeter, Konstanstromreglern, Schaltern und Cinch-Buchsen passten alles genau in ein Reichelt ABS Halbschalengehäuse.
Befestigt wird es mit Klettbändern am Lenker.


Weil das Schaltkästchen doch eher als "Schaltkasten" (364 g) ausfiel, hab ich für den Sommerbetrieb, wo ich nicht zwingend Akkustrom benötige, noch ein alternatives "light" Schaltkästchen (52 g) mit optionalem externem 2 Ah Li-Akku (113 g) oder beliebigem USB-Akku gebaut:

Am Tag ist der serielle Modus vorgesehen, nachts der parallele Modus.
Seriell fliesst der volle Dynamostrom mit 550 mA durchs Rücklicht.
Parallel begrenzt der Edelux den Dynamo auf 3.7 V, was dann ohne jegliche weitere Regelung zufällig 50 mA fürs Rücklicht nachts ergibt.
Das ist ideal!

Es darf entweder nur der Akku A1 oder A2 verwendet werden (oder keiner)!

Fürs Front- und Rücklicht habe ich noch externe Kontroll-LEDs am jeweiligen Stecker angebracht, unabhängig vom Schaltkästchen.


Weil ich den Zusatzakku des Sommer-Schaltkästchen doch nicht immer dabei habe und der zudem etwas umständlich in der Lenkertasche sein muss, habe ich noch ein weiteres "Ganzjahres all-in-one" Schaltkästchen mit 4 x AA NiMH Akku gebaut:

Das liegt mit 212 g in der Mitte zwischen den anderen Schaltkästchen und hat nun auch Rücklicht-Lichthupe.

Zusätzlich hab ich noch ein besser sichtbares Tagfahrlicht mit Cree XP-G3 S5 LED und Gaggione LLS12N Optik (wiegt zusammen mit Kühlkörper nur 20 g!) montiert, weil der Edelux am Tag nur schlecht sichtbar ist:

In den Bildern oben laufen beide Scheinwerfer jeweils mit 100 mA, die Sichtbarkeitsunterschiede sind aber enorm!


2021-05-14
Ulli 'Framstag' Horlacher