Dynamos
Klassischer Teil der klassischen HPV Beleuchtung. Hier hat sich seit einiger Zeit bei der
Technik viel getan. Es gibt 2 Grundsätzliche Typen zur Zeit zu kaufen.
1. der Klauenpol-Generator.
Typische Bauweise der üblichen Dynamos. Zu Beginn der Fahrradbeleuchtungstechnik hat
man normale Generatoren nach dem üblichen Dynamoelektrischen Prinzip verwendet. Die
haben aber den Nachteil, dass die el. Leistungsabgabe recht proportional zur Drehzahl ist.
D.h. bei langsamer Fahrt wenig Licht und bei schneller Fahrt die grosse Gefahr, die Lampen
zum Durchbrennen zu bringen, da war dann der Klauenpol-Generator ein Fortschritt, denn er
liefert bei schon rel. Geringer Drehzahl viel el. Strom und begrenzt sich selbst auf einen
bestimmten Strom bei höheren Drehzahlen (in gew. Grenzen natürlich). Der Klauenpol-
Generator stellt el. Betrachtet in erster Näherung und bei genügend Drehzahl eine
Stromquelle dar. Eine Stromquelle hat die Eigenschaft, dass sie dem angeschlossenen
Verbraucher ihren Nennstrom aufzwingen will indem sie entsprechend mit der Spannung
hochgeht. Bis zu welcher Spannung er dabei hochgehen kann hängt von seiner momentanen
Drehzahl ab. Beim Nabendynamo SON (siehe www.nabendynmao.de) wurde das in
Kennlinen aufgezeichnet. Man kann so grob sagen, dass dieser Dynamo dann an 6V seine 500
mA liefern kann bei etwa 12 km/h, ab 18km/h kann er schon bis 12V mit der Spannung
hochgehen. Je mehr Drehzahl, desto höher wird die erzielbare Spannung. Dies ist eine
interessante Eigenschaft, die uns später zugute kommt.

 

Klauenpol-Generator Dynamos gibt es als die gängigen Seitenläufer (auch die billigsten sind
von der Bauart), Rollendynamos und Nabendynamos, auch der FER Speichendynamo gehört
dazu

gute Hinweise zur Wirkungsweise von Dynamos und auch 12V Betrieb von gibt es bei Schmidts Nabendynamos:

http://www.nabendynamo.de/

2. andere Generatoren
verwenden ein anderes Dynamo-Prinzip, müssen aber wegen der Druchbrenn- und
Langsamfahr-Problematik elektronisch geregelt werden und kommen deshalb als
Spannungsquelle daher. Man erkennt die daran, dass sie keine Polfühligkeit zeigen, d.h. sie
keinen spürbaren mech. Widerstand zu haben scheinen, wenn man sie unbelastet dreht.
Vertreter dieser Kategorie sind die Seitenläufer-Dynamos
B&M S6 + S12 und der Schweizer Dynosys Lightspin.

Welche Leistung haben Dynamos, besser gesagt, was leisten Dynamos
so elektrisch?

 

Bei zugelassenen Dynamos (gibt es eigentlich nicht zugelassene? Doch ich glaube der
Lightspin hat noch keine deutsche Zulassung) steht 6 V 3 W drauf.
Betrachten wir Klauenpol-Generatoren. 3 W geteilt durch 6 V ergibt einen Konstantstrom von
500 mA. Zugelassen sind nur Beleuchtungen mit insgesamt 6V und 3 W (seit neuestem auch
12V und 6.2 W, aber die spielen heute noch kaum eine Rolle). Also hat der Verbraucher 6 V
geteilt durch 500 mA macht 12 Ohm Widerstand. Gehen wir von genügend Drehzahl des
Dynamos aus: Der Strom bleibt konstant, wenn sich nun der Last-Widerstand ändert, dann
ändert sich auch die gelieferte Spannung, an 24 Ohm würden dann bei 500 mA demnach 12 V
geliefert werden. Die abgegebene el. Leistung beträgt dann 6 W. Auf diese Weise kann man
aus jedem Dynamo dieser Art mehr Leistung herausholen. Das ist die berühmte 12V-
Beschaltung des SON.