![]() |
Dynamos |
Bei Dynamos lassen sich verschiedene Grundtypen unterscheiden.
Zur einen Klasse mit reibschlüssiger Kraftübertragung gehören
die Seiten- und Walzendynamos.
Die zweite Klasse mit formschlüssiger Kraftübertragung bieten
Naben- und Speichendynamos.
Ihr wesentlicher Vorteil ist die Funktionsfähigkeit bei schlechten
Umgebungsbedingungen: Regen, Schnee, Matsch oder Frost.

|
Prüfzeichen | Tauglichkeit | Verarbeitung | Elektrische Ausführung | Anschluß | Polzahl | Antrieb | Übersetzung | max. Wirkungsgrad | Geräusch | Achse | Gewicht [g] | Preis [DM] | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Renak | Enparlite | + | + | - | zweipolig | 8 | dreistufiges Planetengetriebe | 1:22 | 35% | - | Voll- oder Hohlachse | 440 | 160-185 | |
| Bisy | RND 2 | ~K 10902 | + | o | o | zweipolig
Flachstecker |
10 | einstufiges Planetengetriebe | 1:14 | 45% | + | Vollachse | 670-680 | 190-200 |
| Pioneer | ELS-100 | 35% | + | Nachrüstung an HR | 790 | 165 | ||||||||
| Shimano | Inter-L | ~K 10916 | + | + | + | einpolig | 32 | getriebelos | 1:1 | 55% | ++ | Vollachse | 960 | 100-120
Schalter: 20-30 |
| Schmidt | SON | ++ | ++ | ++ | zweipolig
Flachstecker |
26 | getriebelos | 1:1 | 65% | ++ | Hohlachse | 610 | 300
incl. Scheinwerfer, Schalter |
|
|
Prüfzeichen | Tauglichkeit | Verarbeitung | Elektrische Ausführung | Verkabelung | Polzahl | Antrieb | Übersetzung | max. Wirkungsgrad | Geräusch | Achse | Gewicht [g] | Preis [DM] | |
| FER | 2002 | + | o | einpolig
Quetschverbinder |
8 | zweistufiges Zahnriemengetriebe | 1:24 | 40% | o | Nachrüstung an VR/HR | 280-300 | 50-60 | ||
Renak
EnparliteMylauer Str. 8
08491 Netzschkau
Tel: 03765-3931-0
Fax: 03765-3931-8
E-Mail: renak@t-online.de
"Schön, schlank, leicht, sehr zuverlässig, aber etwas schwach auf der Brust [...] für Vielfahrer mit auf Gewicht optimierten Renn- oder Reiserädern" [1].
Durch die mechanische Auskupplung ist er während der Fahrt tagsüber nicht hinderlich. Mit einem Wirkungsgrad von 35 % bei etwas über 10 km/h ist er nicht besser als ein guter Seitenläufer. Bei 20 km/h liegt der Wirkungsgrad noch über 30 %, bei 30 km/h noch über 25 %. Dazu trägt unter anderem das dreistufige Planetengetriebe bei, was Gewicht und Baugröße reduzieren hilft, aber auch in lauten Laufgeräuschen resultiert.
Pioneer
Safety Light Systeminnovation GmbH
Hammermühle 13
51491 Overath
Tel: 02206-9580-0
Der Pioneer kann an Hinterrädern ohne Rücktritt nachgerüstet werden. Die Montage erfordert jedoch einiges Geschick. Das Licht kann manuell über einen Schalter oder - als ungewöhnliches Merkmal - bei Dunkelheit automatisch durch eine Fotozelle eingeschaltet werden.
Der Pioneer liefert mit max. 35 % Wirkungsgrad bei relativ hohen Geschwindigkeiten zwischen 15 und 20 km/h keine überdurchschnittlichen Vergleichswerte. Bei höheren Geschwindigkeiten ist sein Wirkungsgrad noch vergleichsweise gut (über 30 % bei 30 km/h).
Die Meßwerte der ersten Testexemplare zeigen unangenehm hohe Leerlaufverluste: bei 10 km/h ca. 2 W, bei 20 km/h über 6 W, bei 30 km/h über 10 W, bei 45 km/h über 20 W.
Das Gerät ist mittlerweile unter dem Namen Pioneer IIRC verfügbar.
BISYs
RND 2Nordring 7
76473 Iffezheim
Tel: 07229-304725
Fax: 07229-61196
Optimales Gerät für Radfahrer, die nur selten bei Dunkelheit fahren. Durch die mechanische Auskupplung sind die Verluste bei ausgeschaltetem Licht gering. Bei niedrigen Geschwindigkeiten unter 10 km/h wird der maximale Wirkungsgrad von 45 % erreicht. Bis zu 20 km/h sinkt er rapide auf 33 % ab. Bei 30 km/h beträgt er nur noch 25 %, weitere Tendenz fallend. Daher ist dieser Dynamo für Schnellfahrer weniger interessant.
Bisy selbst gibt eine interne Leistungsbegrenzung auf die gesetzlich zulässigen Werte an, nennt jedoch einen Wirkungsgrad von bis zu 60 % bei 10 km/h, knapp 50 % bei 20 km/h und ca. 45 % bei 25 km/h.
Besonders interssante Lösungen sind die integrierte Flexspule, die mechanische Rutschkupplung als Blockierschutz. Das einstufige Planetengetriebe verringert die Größe. Industriekugellager versprechen gute Laufeigenschaften.
Schmidts
Original NabendynamoAixer Str. 27
72072 Tübingen
Tel: 07071-38870
Fax: 07071-38876
E-Mail: Schmidt.Maschinenbau@gmx.de
Besonders zuverlässiges Produkt für Vielfahrer. Mechanisch hochwertig konstruiert, magnetisch noch nicht voll ausgereizter Klauenpolgenerator - aber nicht nur das derzeit teuerste, sondern auch stärkste Produkt auf dem Markt. Der Hersteller verspricht eine Lebensdauer von 50 000 km. Der Dynamo eignet sich daher besonders für Alltags- und Vielfahrer. Die Industriekugellager können über den Hersteller ausgetauscht werden.
Der Schmidt bietet unter 10 km/h den besten Wirkungsgrad mit bis zu 65 %. Bei 20 km/h sinkt dieser unter 60 %, bei 30 km/h unter 50 %. Bei sehr langsamer Fahrt bis 6 km/h führt die begrenzte Anzahl von 26 Magnetpolen zu deutlich pulsierendem Licht. Von Hand läßt sich die Achse durch die starken Magnete auch kaum drehen. Beim Fahren ist diese Polfühligkeit jedoch nicht mehr spürbar. Die Leerlaufverluste bei ausgeschalteter Beleuchtung sind sehr gering. Bei 30 km/h betragen sie etwa 2 W und liegen damit nur geringfügig über einer normalen Vorderradnabe (z.B. Sachs Neos: < 1 W).
Erwähnenswert sind auch der mitgelieferte Scheinwerfer mit integriertem Schalter sowie die zweipolige Koaxialverkabelung
Es gibt Ausführungen mit 36 Speichenlöchern sowie anderen Anzahlen, spezielle Ausführungen für 17"- bis 20"-Räder oder Scheibenbremsaufnahme.
Der SON wurde ursprünglich von Union/Marwi in Lizenz hergestellt. Qualitätsprobleme des Union Wing 1 veranlassten Wilfried Schmidt wohl, den Dynamo im Eigenbetrieb herzustellen. Der Union Wing 3 ist elektrisch identisch zum SON und unterscheidet sich primär in mechanischen Details. Seine Prioduktion wurde 1996 von Union eingestellt.
Inoffiziell läßt sich der SON auch bis zu 12 V betreiben, beispielsweise durch die (nicht StVZO-gemäße) Serien(-zu-)schaltung einer zweiten StVZO-gemäßen Lichtanlage. Dies ist bei 622er (28 Zoll) Laufrädern ab ca. 20 km/h sinnvoll. Bei 20 km/h wird damit ein Wirkungsgrad von 70 % erreicht, bis zu 50 km/h liegt er noch über 50 %.
Shimano
Inter-LP.O. Box 180
NL-8070 AD Nunspeet
Tel: (0031)(0)341-27-22-22
Fax: (0031)(0)341-27-22-00
Vertrieb Deutschland:
Paul Lange & CoHofener Str. 114
70732 Stuttgart
Tel: 0711-2588-02
Fax: 0711-2588-305
Sehr günstiges Einsteigergerät - mechanisch solide Konuslager, elektromagnetisch die wirtschaftlich billigste Lösung.
Im optionalen Schalter ist eine Spannungsbegrenzung eingebaut, die die Leistung sehr früh verlustbehaftet herunterregelt. Ohne diesem Schalter bietet der Dynamo hervorragende Kennwerte: Zwischen 15 und 20 km/h wird ein Wirkungsgrad über 50 % erreicht. Auch bei 30 km/h beträgt der Wirkungsgrad noch annähernd 50 %. Selbst bei höheren Geschwindigkeiten bleibt der Wirkungsgrad noch vorbildlich hoch und übertrifft hier jedes andere Testgerät.
Getrübt wird dieser Eindruck vom schlechten Leerlaufverhalten: Schon unter 20 km/h sollen die Wirbelstromverluste größer sein als bei eingeschaltetem Licht. So betragen bei 20 km/h die Leerlaufverluste etwa 6 W, bei 30 km/h unter 10 W, bei 40 km/h über 12 W. Für Bastler bietet sich hier eine Akkuladeschaltung an, die bei höheren Geschwindigkeiten automatisch auf Akkuladung umschaltet.
Bei höheren Geschwindigkeiten übertreffen die Wirbelstromverluste bei ausgeschaltetem Licht die Verluste bei angeschalteter Beleuchtung.
FER
2002Postfach 217
99803 Eisenach
Tel: 036920-87-0
Preiswerte Lösung und zuverlässige Lichtquelle. Die Vorgänger, GS-2000 und FER 2001, boten nur eine mäßige Lebensdauer. Beim Nachfolger FER 2002 sind die verschleißträchtigen Zahnriemen auswechselbar. Sowohl der Zahnriemen selbst als auch die einfache Lagerung erhöhen die Verluste.
Der FER 2002 liefert bei 10 km/h einen maximalen Wirkungsgrad von knapp 40 %. Bei 20 km/h beträgt er noch etwas 35 %, bei 30 km/h sinkt er unter 30 %. Die Spannung des FER ist etwas niedrig.
Von FER wurde auch eine 12 V-Anlage vorgestellt, die mit der modifizierten
StVZO die doppelte Leistung erlaubt. Der FER SD 12V soll ab September 1997
zu einem Endpreis von ca. 400 DM incl. Front- und Rücklicht verkauft
werden (vgl. Utopia).
Der Dynamo arbeitet mit einer elektronischen Spannungsregelung die die
Ausgangsspannung bei 13.5 ± 0.2 V hält (ab 11 km/h). Der Wirkungsgrad
liegt laut Herstellerangaben bei max. 59 %: min. 50 % von 7 bis 20 km/h,
40 % bei 30 km/h. Andere Messreihen kommen zu schlechteren Ergebnissen,
die diesen Dynamo in den vergleichbaren Bereich schwergängiger Seitenläufer
rücken.

|
Prüfzeichen | Tauglichkeit | Verarbeitung | Elektrische Ausführung | Verkabelung | Polzahl | Antrieb | Übersetzung | max. Wirkungsgrad | Geräusch | Montage | Gewicht [g] | Preis [DM] | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| AXA | HR | 8 | r,l | 30/33/40 | ||||||||||
| B&M | Dymotec 6 | 2+2 | Gummi | > 30% | r,l | |||||||||
| B&M | Dymotec S6 | Allwetter-Laufrolle | > 50% | |||||||||||
| B&M | Dymotec S12 | > 50% | ||||||||||||
| Jenymo | r,l | 90/100 | ||||||||||||
| Nordlicht | r,l | 40/50 | ||||||||||||
| Sanyo | Felgenläufer | ~K 10883 | Felgenläufer | r | 44 | |||||||||
| Sanyo | NH T7 | r | 41 | |||||||||||
| Soubitez | 42 | ~K 10879 | 138 | 15 | ||||||||||
| Soubitez | 45 | ~K 10900 | 138 | 15 | ||||||||||
| Soubitez | 47 | 138 | 15 | |||||||||||
| Soubitez | 2112 "Electra" | ~K 10904 | 2+2 | Gabel r | 153 | 30 | ||||||||
| Soubitez | 2402 "Electra" | 8 | Kevlar schrägverzahnt | Hinterbau l | 148 | 30 | ||||||||
| Union | 8201 | ~K 10874 | 8 | 154 | 15 | |||||||||
| Union | 9301 | 149 | ||||||||||||
| Union | 9401 | ~K 10898 | 89 | 10-20 | ||||||||||
| Union | 9403 "Turbo" | Gummi ø25, Stahl | 38% (5 km/h) | r,l | 120 | 25 | ||||||||
| Union | 9404 | Gummi ø25, Stahl | 109 | |||||||||||
| Union | 9405 | Gummi ø34 | Felgendynamo | 120 | 30 | |||||||||
| Union | Tramp | ~K 10882 | 2+2 | Kevlar schrägverzahnt | r,l | 145 | 15 | |||||||
| Union | quattro | Gummi | 145 | 15 | ||||||||||
| Union | 55 | Gummi | 145 | 15 | ||||||||||
AXA HRPostbus 47
NL-3900 AA Veendaal
Tel: 0031 - 0318/536-274
Fax: 0031 - 0318-525478
Kontakt: Frau Jolanda Schot
Der AXA HR bietet bei den Seitenläufern einen der besten Wirkungsgrade mit bis zu 35 % bei 30 km/h.
Der eingebaute Überspannungsschutz begrenzt die Leistung, schützt aber nicht das Rücklicht bei Ausfall des Scheinwerfers. Halogenscheinwerfer sollten einen eigenen Schutz besitzen, da Halogenlampen sehr empfindlich auf Überspannungen reagieren. So wirkt der Schutz besonders für herkömmliche Scheinwerfer, die ohnehin relativ robust sind.
Die abgebildete Bauform wurde 1998 durch eine abgerundetere ersetzt. Durch die bauchigere Form mit vergrössertem Durchmesser steigt die Gefahr, bei am Hinterrad montierten Dynamo mit der Ferse dagegenzustossen.
Frühere Modelle des AXA HR bieten eine scharfkantige Metalllaufrolle. Bei unsachgemässer Montage kann diese den Reifen zerstören. Die neueren Modelle tragen eine Plastikkappe, die schon nach kurzer Zeit verschlissen ist. Da es diese bisher nicht als Ersatzteil gibt, sollte man sich direkt an den Hersteller wenden.
Vgl. auch AXA Tuning und Reparatur (Reinhard Schüpferling).

Busch &
MüllerAuf dem Bamberg 1
58540 Meinerzhagen
Tel: 02354-915-6
Fax: 02354-915-700
E-Mail: info@bumm.de
Busch und Müller (B&M, bumm) stellt für 1998 eine neue Generation von Seitenläufern vor, die Wirkungsgrade über 50 % aufweisen: eine 6V/3W-Ausführung (Dymotec S6) sowie eine 12V/6.2W-Ausführung (Dymotec S12).
Der Dymotec 6 ist ein konventioneller Seitenläufer mit Wirkungsgrad über 30 %. Als besonderes Merkmal weist er eine Regulierung der Anpresskraft auf. Damit kann man zur Verringerung der Verluste bei gutem Wetter mit minimalem Anpressdruck fahren und bei Nässe den Anpressdruck erhöhen. Eine direkte Umschaltung ist leider nicht möglich. Gut gelöst sind auch Ausrichtbarkeit und elektrische Anschlussmöglichkeiten.
Der Dymotec S6 ist äusserlich identisch zum Dymotec 6. Das Innenleben ist deutlich aufwendiger. Erreicht werden damit verbesserte Wirkungsgrade, geräuschloser Lauf und insgesamt ein recht positiver Gesamteindruck. Serienmässig ausgeliefert wird das Modell auch mit einer Edelstahl-Reibrolle. Auch bei verringertem Anpressdruck und Nässe wird ein Durchrutschen damit wirkungsvoll verhindert. Bei Anwendung auf Skinwall-Reifen ohne Dynamo-Lauffläche steht allerdings eine Beschädigung der Flanke zu befürchten. Die ersten Modelle tragen eine Warnung, dass der Dynamo bei Geschwindigkeiten über 50 km/h zerstört wird.
Der Dymotec S12 ist bisher nicht verfügbar.
Jenymo
NordlichtPostfach
CH-5272 Gansingen
Tel: 0041-62-875 11 10
Fax: 0041-62-875 24 62
Der Nordlicht ist schon fast ein Klassiker, berühmt für Leichtlauf und Qualität. Er wird in der Schweiz hergestellt und ist dort unter dem Namen Phoebus bekannt. Sein Wirkungsgrad ist mittelmäßig. Beklagenswert ist der Verschleiß der Laufrolle sowie oft bemängelte Probleme bei Nässe und Kälte, die sich mit Durchrutschen und Kreischen präsentieren.
Der hohe Verschleiss der Laufrollen wie auch deren unerwartet hoher Preis brachten manchen Händler und Verbraucher zu unerwarteten Alternativen aus dem Bereich der Modellbaureifen oder Nähmaschinenrollen.
Nach unterschiedlichen Erfahrungen läuft der Nordlicht bei manchen Anwendern besser auf der Reifenflanke, bei anderen besser auf der Felge.
Der Nordlicht ist theoretisch vollständig zerlegbar: Der untere Kunststoffdeckel ist nur aufgeschraubt. Bei der Betrachtung des Innenlebens drängt sich die Frage auf, ob eine weitere Lagerung am unteren Ende nicht sinnvoll wäre.
noch keine Daten verfügbar
vgl. Union / Marwi


Die Firmen Union und Soubitez gehören mittlerweile zur Marwi-Gruppe. Union Fröndenberg existiert noch als Büroaddresse:
Marwi Germany GmbHArdeyer Straße 15
58730 Fröndenberg
Tel: 023730753-0
Fax: 02373-753-209
An den Union-Produktnamen läßt sich teilweise leicht das Entwicklungsjahr feststellen, es sind die ersten beiden Stellen: Union 9401 -> 1994.
|
Prüfzeichen | Tauglichkeit | Verarbeitung | Elektrische Ausführung | Verkabelung | Polzahl | Antrieb | Übersetzung | max. Wirkungsgrad | Geräusch | Montage | Gewicht [g] | Preis [DM] | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sanyo | NH T6 | Stahlwalze geriffelt | 270 | 42 | |||||||||||
| Soubitez | EB80R "Course" | ~K 10872 | 8 | Stahlwalze geriffelt | 232 | 34 | |||||||||
| Soubitez | UB80R "Touring" | Stahlwalze geriffelt | 232 | 36/40 | |||||||||||
| Union | 8601 | ~K 10879 | 8 | 148 | 49 | 69 incl. Fernbedienung | |||||||||
| Union | 9501 "Maus" | ~K 10900 | 8 | 100 | 60 | incl. Fernbedienung | |||||||||
| Union | 9601 Combi | Gabelkopf, Brakebooster | 210 | 70 | incl. Scheinwerfer 9430 HR | ||||||||||

Wallzendynamos erlauben eine Konstruktion mit beidseitiger Lagerung durch Industriekugellager. Damit sind robustere, leichgängigere Bauformen möglich, was sich in Wirkungsgraden bis zu 40 % niederschlägt. Walzendynamos laufen nur auf glatten Reifen gut. Ihr Betrieb ist auch auf Stollenreifen mit Mittelsteg möglich, nicht aber auf reinen Stollenreifen. Walzendynamos laufen direkt auf dem von der Fahrbahn mitgenommenen Schmutz. Im Winter können sie durch angesammelten Schnee blockiert werden.
Walzendynamos benötigen bei widrigen Umgebungsbedingungen einen hohen Anpreßdruck auf der Lauffläche, um ein Durchrutschen des Dynamos zu vermindern. Durch diesen erhöhten Druck wird umgekehrt der Wirkungsgrad verringert, beispielsweise von über 40 % bei geringem Anpressdruck und normalen Straßenverhältnissen auf 30 % bei dem im Auslieferungszustand eingestellten Druck (z.B. 20 N bei Union 8601, typisch 10 N bei Seitenläufern). Ideal wäre hier eine Nachstellmöglichkeit über Fernauslösung. Serienmäßig mitgelieferte, empfindliche Kunststoffhebel sind dazu ungeeignet. Wirkungsvollen Ersatz bieten hier nicht indexierte Unterrohrschalthebel, wie sie früher im Rennradbereich üblich waren.

Fahrräder müssen einen Dynamo, einen Scheinwerfer und ein Rücklicht als aktive Beleuchtung haben. Als passive Beleuchtungskomponenten sind Speichenstrahler (2 Stück je Laufrad), Pedalrückstrahler, ein Großflächen- und kleiner Rückstrahler (rot, nach hinten) sowie ein Frontreflektor (weiß, meistens im Scheinwerfer integriert) erforderlich, insgesamt also 15 Reflektoren.
Ausnahmen gelten nur für Rennräder, deren Gewicht nicht mehr als 11 kg beträgt, die dann an Stelle von Scheinwerfer, Schlußleuchte und Lichtmaschine einen Batterie-Scheinwerfer und ein Batterie-Rücklicht tragen dürfen.
Alle vorgenannten Beleuchtungsteile müssen das deutsche Prüfzeichen tragen. Diese Zulassung wird vergeben vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) und ist erkennbar an einer Zulassungsnummer mit einer Wellenlinie, dem Großbuchstaben K und einer fünfstelligen Zahl ("~~~ K 12345")
(2) An Fahrrädern dürfen nur die vorgeschriebenen und die für zulässig erklärten lichttechnischen Einrichtungen angebracht sein. Als lichttechnische Einrichtungen gelten auch Leuchtstoffe und rückstrahlende Mittel. Die lichttechnischen Einrichtungen müssen vorschriftsmäßig und fest angebracht sowie ständig betriebsfertig sein. Lichttechnische Einrichtungen dürfen nicht verdeckt sein.
(3) Fahrräder müssen mit einem nach vorn wirkenden Scheinwerfer
für weißes Licht ausgerüstet sein. Der Lichtkegel muß
mindestens so geneigt sein,
daß seine Mitte in 5 m Entfernung vor dem Scheinwerfer nur halb
so hoch liegt wie bei seinem Austritt aus dem Scheinwerfer. Der Scheinwerfer
muß am Fahrrad so angebracht sein, daß er sich nicht unbeabsichtigt
verstellen kann. Fahrräder müssen mit mindestens einem nach vorn
wirkenden weißen Rückstrahler ausgerüstet sein.
(4) Fahrräder müssen an der Rückseite mit
1. einer Schlußleuchte für rotes Licht, deren niedrigster
Punkt der leuchtenden Fläche sich nicht weniger als 250 mm über
der Fahrbahn befindet,
2. mindestens einem roten Rückstrahler, dessen höchster Punkt
der leuchtenden Fläche sich nicht höher als 600 mm über
der Fahrbahn befindet,
3. einem mit dem Buchstaben "Z" gekennzeichneten roten Großflächenrückstrahler
ausgerüstet sein. Die Schlußleuchte sowie einer der Rückstrahler
dürfen in einem Gerät vereinigt sein.
Beiwagen von Fahrrädern müssen mit einem Rückstrahler
entsprechend Nummer 2 ausgerüstet sein.
(5) Fahrräder dürfen an der Rückseite mit einer zusätzlichen,
auch im Stand wirkenden Schlußleuchte für rotes Licht ausgerüstet
sein.
Diese Schlußleuchte muß unabhängig von den übrigen
Beleuchtungseinrichtungen einschaltbar sein.
(6) Fahrradpedale müssen mit nach vorn und nach hinten wirkenden gelben Rückstrahlern ausgerüstet sein; nach der Seite wirkende gelbe Rückstrahler an den Pedalen sind zulässig.
(7) Die Längsseiten müssen nach jeder Seite mit
1. mindestens zwei um 180 ° versetzt angebrachten, nach der Seite
wirkenden gelben Speichenrückstrahlern an den Speichen des Vorderrades
und des Hinterrades oder
2. ringförmig zusammenhängenden retroreflektierenden weißen
Streifen an den Reifen oder in den Speichen des Vorderrades und des Hinterrades
kenntlich gemacht sein. Zusätzlich zu der Mindestausrüstung mit
einer der Absicherungsarten dürfen Sicherungsmittel aus der anderen
Absicherungsart angebracht sein. Werden mehr als zwei Speichenrückstrahler
an einem Rad angebracht, so sind sie am Radumfang gleichmäßig
zu verteilen.
(8) Zusätzliche nach der Seite wirkende gelbe rückstrahlende Mittel sind zulässig.
(9) Der Scheinwerfer und die Schlußleuchte nach Absatz 4 dürfen nur zusammen einschaltbar sein. Eine Schaltung, die selbsttätig bei geringer Geschwindigkeit von Lichtmaschinenbetrieb auf Batteriebetrieb umschaltet (Standbeleuchtung), ist zulässig; in diesem Fall darf auch die Schlußleuchte allein leuchten.
(10) In den Scheinwerfern und Leuchten dürfen nur die nach Ihrer Bauart dafür bestimmten Glühlampen verwendet werden.
(11) Für Rennräder, deren Gewicht nicht mehr als 11 kg beträgt,
gilt abweichend folgendes:
1. für den Betrieb von Scheinwerfer und Schlußleuchte brauchen
anstelle der Lichtmaschine nur eine oder mehrere Batterien entsprechend
Absatz 1 Satz 2 mitgeführt zu werden;
2. der Scheinwerfer und die vorgeschriebene Schlußleuchte brauchen
nicht fest am Fahrrad angebracht zu sein; sie sind jedoch mitzuführen
und unter den in § 17 Abs. 1 Straßenverkehrs-Ordnung beschriebenen
Verhältnissen vorschriftsmäßig am Fahrrad anzubringen und
zu benutzen;
3. Scheinwerfer und Schlußleuchte brauchen nicht zusammen einschaltbar
zu sein;
4. anstelle des Scheinwerfers nach Absatz 1 darf auch ein Scheinwerfer
mit niedrigerer Nennspannung als 6 V und anstelle der Schlußleuchte
nach Absatz 4 Nr.1 darf auch eine Schlußleuchte nach Absatz 5 mitgeführt
werden.
(12) Rennräder sind für die Dauer der Teilnahme an Rennen
von den Vorschriften der Absätze 1 bis 11 befreit.
Auszug aus den aktuellen Normen:
Technische Anforderungen (TA), als Anlagen zu §22a StVZO
6 V-AusfuehrungNennwerte typisch 6 V, min. 3 W12 V-Ausfuehrung (Entwurf zur Novelle, Stand 11/96)> 5 km/h > 3.0 V > 10 km/h > 15 km/h > 5.7 V < 30 km/h < 7.0 V bzw. 7.5 V (Neufassung der TA24)Wirkungsgrad min. 30 % bei 15 km/htypisch 13.5 V, 6.2 WDie Spannungen werden an Stelle der Lampen mit Lastwiderständen von 12.0 bzw. 29.4 Ohm gemessen> 5 km/h > 6.0 V > 10 km/h > 12.0 V > 15 km/h > 13.5 V > 50 km/h < 15.0 VWirkungsgrad min. 50 % bei 15 km/h

Letzte Änderung: 1998-07-16, Martin Trautmann <traut@gmx.de>