Internationale Tandemrally '99

Anfang Juni fand das Ereignis für richtige Zweiräder statt. Man achte auf die Kinder. Die ziehen nämlich den richtigen Schluß. Ein Rad, auf dem zwei sitzen, ist ein Zweirad!

Wir machten uns also auf den Weg nach Herkenbosch, und es bestätigte sich wieder die Weisheit: zum Bahnfahrplan unbedingt auch einen Bundesligaspielplan besorgen. Nichtsdestotrotz kamen wir gut an und fanden auch ein nettes Plätzchen für unser Zelt.

Wie wir nun so träge vor unserem Zelt in der Sonne lagen, schreckte uns plötzlich der Ausruf auf: :"Da ist ein ADFC Tandem, da müssen wir hin". Ruck Zuck waren wir von zwei weiteren ADFC Tandems und Zelten umgeben und einer ausgelassenen Tandem-Radfahr-Party-Quiz-Woche stand nichts mehr im Wege.

Es trafen sich immerhin über 500 Leute mit richtigen Fahrrädern und nicht so halben Dingern, wie sie hier immer anzutreffen sind. Auch Triplets besetzt mit kompletten Familien und Trikes (Tandem mit drei Rädern) waren vertreten.

Für die täglichen Routen bekam man ein "Roadbook", wie es eben bei Rallyes so ist, "nach 300 m T-Kreuzung rechts, nach 200 m links auf den R.........". Am besten ließ es sich mit dem "Roadbook" auf meinem Rücken befestigt fahren. Micha brauchte dann nur noch vorzulesen. Da sie so weniger als sonst von der Gegend mitbekam, will sie das leider nicht für den Urlaub übernehmen.

Also fuhren wir von morgens bis nachmittags hunderte von Kilometern und erholten uns dann bei den Abendveranstaltungen. Es gab ein "egg-race" und Ringestechen (wie bei Ritterspielen) für Kinder, Limbotanzen mit dem Tandem, ein Dinner und einen Biertest, bei dem wir uns erst im Stechen geschlagen geben mußten.

So das soll's gewesen sein. Den Rest erzählen die Bilder.

Im nächsten Jahr geht’s in die Nähe von Bayreuth. Da starten wir dann einen Angriff auf die weiteste Anreise mit dem Tandem. Dieses Jahr gewann ein Hamburger ADFC-Tandem mit 560 km in 3 Tagen.

Jörg Buchholz