Reisebericht: Slowakei mit dem Tandem 1999 Radfahren in der Slowakei
Wir haben gute Erfahrungen mit dem Fahrrad gemacht. Das Land ist, von der Donautiefebene im Westen und der Theißebene im Osten abgesehen, mittelgebirgig. (Eine Ausnahme bildet natürlich auch die Hohe Tatra, das kleinste Hochgebirge der Welt.) Man braucht also eine gute Schaltung mit Berggang, z.B. 1:1.
Daß man am Gepäck spart, wo es geht, versteht sich von selbst. Die Ersatzteilversorgung ist schlecht bzw. gar nicht vorhanden. Wir hatten daher alles nötige Werkzeug, Ersatzschlauch und Ersatzreifen (faltbar) dabei.
Die Autofahrer sind im großen und ganzen rücksichtsvoller als die in Mecklenburg/Vorpommern. Wenn man nach unserer Landkarte plant, sind die Europastraßen (E55) tabu, sonstige rote Straßen erträglich. Gelbe und weiße Straßen sind stets bestens asphaltiert und wenig bis kaum befahren. Man sieht dort viele Rennradfahrer. Bei der Planung empfiehlt es sich, auf die Fließrichtung von Bächen und Flüssen zu achten; sie ist der beste Anzeiger für Steigung und Gefälle. Verläuft die Straße parallel zu einem breiteren Fluß, so ist sie vermutlich flach. Verläuft sie querab, so kann sie steil sein, dafür aber durch eine reizvolle Landschaft entschädigen.
Es ist unproblematisch, das Fahrrad im Zug zu transportieren.

18.9.99, Thomas Kinder
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Jörg Buchholz